Eine Glocke reist nach Afrika – Die Cäcilienglocke aus Freiburg läutet heute in Ikuti (Tansania)

Quelle: Konradsblatt, Ausgabe 13/2016 doc01260220160411143658
Leistung: Aufarbeitung, Transportvorbereitung, Export, Begleitung der Installation
Ort: Freiburg–Zähringen / Ikuti (Tansania)


Projektbeschreibung

Die profanierte Kirche St. Elisabeth im Freiburger Stadtteil Zähringen beherbergte einst eine Cäcilienglocke, deren Weiterverwendung nach der Profanierung lange ungewiss war. 2014 entstand durch die Initiative von Lothar Kuhnimhof, unterstützt von der Pfarrei und vielen Ehrenamtlichen, die Idee, diese Glocke der katholischen Gemeinde im tansanischen Ikuti zu schenken – einem Ort, in dem bislang lediglich auf eine alte Reifenfelge geschlagen wurde, um zum Gottesdienst zu rufen.

Kuhnimhofs Anliegen wurde bald zu einem umfangreichen Projekt, das von der ersten Anfrage bis zur Einweihung vor Ort mehrere Arbeitsschritte umfasste – darunter auch die fachliche Vorbereitung und Aufarbeitung der Glocke durch die Glockengießerei Bachert.


Arbeitsschritte

Die im Artikel geschilderten Projektphasen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Bergung und Verladung der Glocke aus der profanierten Kirche
  • Technische Aufarbeitung durch die Firma Bachert
  • Transportlogistik bis nach Hamburg und Verschiffung Richtung Tansania
  • Begleitung durch ehrenamtliche Helfer und Studierende, die vor Ort den Glockenturm vorbereiteten
  • Einbau der Glocke in den Turm von Ikuti
  • Feierliche Einweihung des neuen Geläuts im Rahmen eines großen Gemeindegottesdienstes

Besonders eindrucksvoll: Die lebendige Freude der Gemeinde in Ikuti über ihr neues Geläut und die endliche Ablösung der provisorischen Reifenfelge.


Besondere Bedeutung des Projekts

Der Bericht zeigt eindrucksvoll, wie eine Glocke aus einer aufgegebenen Kirche in Freiburg in einer wachsenden afrikanischen Gemeinde zu neuem Leben findet. Für Ikuti war die Glocke weit mehr als ein technisches Objekt:

  • Symbol der Gemeinschaft und des Glaubens
  • Hörbares Zeichen der Verbundenheit zwischen zwei Kirchengemeinden
  • Wichtiger Beitrag zur liturgischen und musikalischen Gestaltung
  • Ausdruck nachhaltiger Weiternutzung vorhandener kirchlicher Ressourcen

Zitat aus dem Artikel

„Die Leute wollten gar nicht mehr heim, so begeistert waren sie.“
– Lothar Kuhnimhof, über die Einführung der Glocke in Ikuti.



Die Überführung der Cäcilienglocke St. Elisabeth nach Ikuti ist ein Beispiel dafür, wie fachliche Kompetenz, Engagement und internationale Zusammenarbeit zu einem außergewöhnlichen und nachhaltig wirksamen Projekt führen können. Die Glocke prägt heute das Gemeindeleben in Tansania und steht für eine moderne Form der Kirchenpatenschaft.